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Kurts Büchertagebuch

Dienstag, der 09 November 2004

Jetzt doch ein bisschen tiefer in die Materie eingestiegen. Lese quer Richard S. Westfalls Biographie Newtons. Dabei wurde mir klar wie "viel" ( wenig ) ich im Grunde weiss ( in Sinne eines ungeprüften physikalischen toten Wissens das mir in der Schule eingetrichtert wurde ) und wie wenig ich es anwenden kann.
Zwei gute Java-Applets entdeckt die die Keplerschen Gesetze visualisieren.

Erstes Keplersches Gesetz der ungestörten Planetenbewegung:
Die Bahn eines Planeten ist eine Ellipse, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht.
Mir war tatsächlich unklar , wie sich die Bahngeschwindigkeiten der Planeten sich je nach dem Abstand von der Sonne ändern.
Hier kann mans sehen.
URL: http://www.walter-fendt.de/ph11d/kepler1.htm

Zweites Keplersches Gesetz der ungestörten Planetenbewegung:
Die Verbindungslinie Sonne - Planet überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen.
Je weiter sich ein Planet von der Sonne entfernt desdo "langsamer" wird er. Deshalb ist die Fläche innerhalb eines Zeitraums ( die die Verbindungslinie Sonne-Planet bildet ) immer gleich.
Probierts mal aus mit dem Halleyschen Kometen. Er saust "deshalb" in einem wahnsinnigen Tempo dicht um  die Sonne rum. 
URL: http://www.walter-fendt.de/ph11d/kepler2.htm

Für Newton ( und seine Zeit ) waren das jedoch noch  Hypothesen. Daten waren gefragt. Für Newton zuständig war dafür John Flamsteed ( 1646 - 1719 ), der königliche Astronom und Begründer des Observatoriums von Greenwich. Flamsteed hatte Newton mit 150 Standortbedingungen des Mondes versorgt, Grundlagen der empirischen Mondkreisbahn. Er erntete dafür aber nur einen hohnerfüllten Brief Newtons, der ihm verbot seine ( Newtons ) Implikate daraus weiterzuverbreiten. Armer Flamsteed.
Mensch - das hatte dieser Nachtmensch ( er schlief Jahrzehnte tagsüber, um nächtens seine Beobachtungen machen zu können ) nicht verdient !

Dienstag, der 30. November 2004

Die "Tagebücher von 1937" von Nagai Kafu. Aus dem Japanischen übersetzt von Barbara Yoshida-Krafft, die auch die vorzügliche Übertragung von "Bokuto Kitan" ( dtsch. "Romanze östlich des Sumidagawa" ) besorgte.
Schöne Übersetzung, für Westler wie mich jedoch schwer zu beurteilen.
Mit einen alten Stadtplan von Tokio , leider nur auf Japanisch.
Die tokioter "Ginza" wird  in den Anmerkungen leider nicht aufgeführt. Wäre aber notwendig.

Lieblingsstelle bis dato der Eintrag vom 27.Juni 1937
"Sonntag. Wolkig, Wind kühl. Während des Mittagsschlafs kommt Murase, hinterläßt seine Visitenkarte und geht wieder. Regen seit Tagesende. Schreibe zwei, drei Stunden. Nach zehn Uhr abends gehe ich aus dem Haus. Denn in der Regenzeit liebe ich den Anblick nächtlicher Straßen. Der Regen fällt nicht besonders stark, kein Wind erhebt sich. Es ist so eine Nacht, in der der Mond zwischen dahintreibenden Wolken sichtbar wird, der Regen gelegentlich aufhört, in der man umherwan­dert, ohne den Schirm aufzuspannen, sich in Träumereien verliert - so eine herrliche Nacht. An der Ryögoku-Brücke steige ich aus der Elektrischen und spaziere am Flußufer von Ishihara entlang. Regen und Flut haben den Fluß anschwellen lassen, er tritt beinahe über die Ufer. In Tamanoi ruhe ich in einem mir vertrauten Hause für etwa eine Stunde aus. Der weitere Spaziergang führt mich über die Shirahige-Brücke ins Freuden­viertel, wo ich in Kado-machi in einem Nudellokal ein Gericht mit Entenstückchen esse. Im ersten Stock der Teehäuser finden sich hier und dort Gäste, die Geishas rufen lassen. Nach einer Weile kommt die Sperrstunde, auf einen Schlag erlöschen an den Heckenzäunen die Lampen der Freudenhäuser."

Freitag, der 3. Dezember 2004

Per Internetantiquariat angefordert "Kafu the Scribbler" von Seidenstricker - einem der wenigen westlichen Gesamtdarstellungen von Kafus Werk. In Japan scheint Kafu heutzutage eher unbekannt zu sein - er hat in Japan vielleicht den Stellenwert von Klabund oder Rene Schickele. Man hat den Namen halt schon mal gehört.
Ich bekomme auch eine Bestätigung per E-Mail und dann noch eine.
Und erfahre, dass ich stattdessen "The Periplus Of the Erythraean Sea" erfolgreich bestellt habe.
Toll ! Ich bin immer offen für Neues.

Montag, der 6. Dezember 2004

Die Umseglung ( griechisch periplus, früher das taktische Ausmanövrieren eines gegnerischen Schiffes, später die Umsegelung und Beschreibung einer unbekannten Region ) ist in Windeseile bei mir eingetroffen. Überlege mir das Buch zurückzuschicken - doch wie ?
Ärgere mich noch und lese schon darin. Und finde Listen von Handelsgütern - die im 1. bis 3. unserer Zeitrechnung  von Rom, Ägypthen bis nach Indien ihre Abnehmer fanden.
Der wohl griechisch-ägypthische Kaufmann erhandelte z.B. in Limurike - einer Region die im heutigen indischen Kerala lag - folgendes:
Pfeffer, Malabathron und auch ein wenig "chinesische Haut", wie die Seide damals hiess: Sericon.
Oder Rohseide: Metaxa

"Verkauft" hat Er in Kerala folgendes:
Münzen, vermutlich auch den römischen Aureos oder den silbernen Argenteus ( der Vorteil geprägter Münze - mit einem genauen Umriss und  einem festgelegten Gold- oder Silberanteil - liegt auf der Hand. Siehe auch die englische Münzreform unter Isaac Newton ). Münzen in der Antike fanden ausserhalb der grossen Städte kaum Verwendung. Es handelt sich also wohl eher um Geschenke.
Antimon - zum Schwärzen der Augenlider.
Ungefertigtes Glass - als Rohstoff.
Kupfer, Zinn und Blei.
( kein besonderes gutes Geschäft war in Kerala damals mit griechischem Jahrgangswein zu machen. Den gabs übrigens schon damals. Ehrlich ! ).

Montag, der 13. Dezember 2004

In Wilhelm Buschs Briefen einen schönen lateinischen Paleologismus (?) gefunden.
"Notabene! Wie ich über Fremdenbesuch denke, das weißt du. Also bitte, laß die bedrohlichen Scherze."
Nota bene ist gleich "wohl gemerkt" ( merk Dirs gut ). Im Französischen
auch ein "Denkzettel".

Dienstag, der 14. Dezember

Borges in einer Kurzrezension des "Traums der roten Kammer":
"Das Werk ist reich an Phantastischen"; die chinesische Literatur  kennt keine "phantastischen Romane", denn in gewissen Momenten sind alle Romane phantastisch."
J.L. Borges; Von Büchern und Autoren

Ferner heute lesenswert in TELEPOLIS. Interview mit Norbert Bolz. Über die Zukunft des Journalismus.
Warum manche Journalisten ewig mit Bolz herumzackern ist mir ein Rätsel. Der Mann tut halt seinen Job. Ausserdem liest er in der Süddeutschen am liebsten das STREIFLICHT. Allein das spricht für ihn.

Ein Zitat aus Bolzens Buch: "Eine kurze Geschichte des Scheins" (1991)
"Philosophie nimmt ihren Anfang, wo sich Denken gegen die Bedrohung behauptet, die im Aufbrechen der Differenz von Sein und Schein erwächst. Damit übernimmt Denken das Pensum der Tragödie. 467 v.Chr. rühmt Aischylos in den "Sieben gegen Theben"  des Sehers Amphiaraos Kraft des Willens, nicht nur gerecht zu scheinen, sondern zu sein."

Heute stellt Bolz nüchtern ein Erlahmen des investigativen Journalismus ( den Tragödien des Seins) fest. Nicht, dass er behauptet, dies sei wünschenswert, sondern das Konsumverhalten vieler "Leser" habe sich eben in Richtung Unterhaltung ( Komödie ) verändert.

Ausserdem gibt es natürlich einen informatischen Paradigmenwechsel durch das "Internet". Wer an noch überhaupt an "Informationen" interessiert ist, schaut sich halt selber um. Und stellt sehr schnell fest, dass es verteufelt schwer ist, sich aus Myriaden von subjektiven Informationen eine "Wahrheit" zu destillieren.
Die Information braucht also eher objektive Kommentare. Jener sagt dies. Dieser Jenes.
Weshalb, wozu, warum ?
Ich verkneife mir den Sesamreim und verweise auf einen Cartoon von Wilhelm Busch in dem das "Warum" eine überraschende chauvinistische Antwort ( Tragödie ) erfährt.

     Mutter: »Nu, Maxl, was ist's denn mit dir, warum ißt denn du nit? Was machst denn du gar so ein G'sicht? Ist dir was passiert?«
    Maxl: »Ja freilich, mir ist durch den Meister was recht Unangenehmes zu Ohren gekommen.«

Mittwoch, der 15.Dezember 2004

llustrationen kommen hier zu kurz. Nun, dem kann abgeholfen werden.



Das Bild ist ursprünglich ein Scan von zweifarbigen Wollfäden. Überhaupt sind  - was die zu verwendeten Materialien betrifft - bei etwas neueren Scannern der Fantasie keine Grenzen gesetzt ( die Neuen verfügen sogar über einen beachtlichen Tiefenbereich ). Allein es fehlt die Zeit.
"Afflictis longae, celeres gaudentibus horae", ungefähr, "Gräme Dich nicht, erfreu dich der heiteren Stunden." Dies ein Motto auf einer lateinischen Sonnenuhr.

Bei 2001 ( den Verkaufsstellen ) wird  das Werk von Tommaso Landolfi
immer noch günstig angeboten. Ein Schriftsteller ganz nach meinem Herzen, wenn ich mehr Zeit für ihn hätte. Denn Hand aufs Herz, seine Kapriolen, Schnurren und Abschweifigkeiten sind multimediamässig so interaktiv, erfordern den leserischen Willen die abgebrochenen, vielfach widersprüchlichen Gedanken weiterzuführen, dass man ihn beispielsweise nur im Regionalexpress von Mannheim nach Frankfurt lesen kann. Warum aussgerechnet diese Bahnstrecke ? Nun, man kann hier ungestört mit gestörtem, leerem Blick eine Stunde lang zum Fenster hinaussehen. Vielleicht funktioniert es aber auch auf der Strecke von Hanau nach Kassel, oder von Köln nach Wuppertal ? Ausprobieren heisst hier die Devise.
Eine kleine Kostprobe aus "Rien Va"

" Aber die Handlung stellte für mich seit jeher eine unüberwindliche Schwierigkeit dar, und stets habe ich Gogol beneidet, dem (moralisch genauso unsicher wie ich) angeblich von Puschkin geholfen wurde: Gebt mir eine Handlung, und ich hebe euch die Welt aus den Angeln; dabei würde mir jede beliebige Geschichte genügen, denn es ist ja nicht die Geschichte, die zählt, auch wenn sie notwendig ist. — Zugegeben, das sagt man so dahin: Denn tatsächlich ist dies keine äußere Schwierigkeit, sondern eine tief innerliche (stimmt das wirklich?).
Das alles ist so schlecht geschrieben (zu meiner großen Freude, einerseits), daß es mir nie etwas nützen wird. Als ob gut schreiben (gut und nicht elegant) eine müßige Beschäftigung wäre. Aber davon ein andermal: Für heute, ach, ist es genug."

Unangenehm aufgefallen sind mir heute 80% Luftfeuchte bei 0 Grad Celsius - und dies noch bei mässigem Wind. Nicht dass man dergleichen verbieten könnte, aber verbietenswert wäre es schon.

Samstag, der 25.Dezember 2004

Über die Feiertage gelesen:
Carol Shields Biografie Jane Austens ( Claasen ). Allen ans Herz gelegt, die einen knappen Überblick über Jane Austens Lebensumstände, als auch ihr Werk erlesen möchten.
Besonders interessant finde ich die Abschnitte die sich damit beschäftigen, dass Jane Austen niemals über jenen privaten Raum verfügte, den etwa 100 Jahre später Virginia Woolf u. A. als unerlässlich für die schriftstellerische Produktion postulierte.

Was Weihnachten betrifft, so hat es sich seit 1822 viel bzw. auch wenig verändert.
Heinrich Heine schrieb damals in seinen Briefen aus Berlin.

Wenig Schnee und folglich auch fast gar kein Schlittengeklingel und Peitschengeknall hatten wir dieses Jahr. Wie in allen protestantischen Städten spielt hier Weihnachten die Hauptrolle in der großen Winterkomödie. Schon eine Woche vorher ist alles beschäftigt mit Einkauf von Weihnachtsgeschenken. Alle Modemagazine und Bijouterie- und Quincailleriehandlungen haben ihre schönsten Artikel - wie unsere Stutzer ihre gelehrten Kenntnisse - leuchtend ausgestellt; auf dem Schloßplatze stehen eine Menge hölzerner Buden mit Putz-, Haushaltung- und Spielsachen; und die beweglichen Berlinerinnen flattern, wie Schmetterlinge, von Laden zu Laden und kaufen und schwatzen und äugeln und zeigen ihren Geschmack und zeigen sich selber den lauschenden Anbetern. Aber des Abends geht der Spaß erst recht los; dann sieht man unsere Holden oft mit der ganzen respektiven Familie, mit Vater, Mutter, Tante, Schwesterchen und Brüderchen, von einem Konditorladen nach dem andern wallfahrten, als wären es Passionsstationen.

Zum Weihnachtsbaum vermerkt das Grimmsche Wörterbuch schon aufklärerisch:

Die allg. sitte, bei festen das haus mit grün zu schmücken, wirkt im winter als analogiezauber: man verschafft sich einen grünen baum, um ein grünes jahr zu bekommen. das bleibende grün des w. verbürgt langes leben und gesundheit; der baum, der im winter seine kraft behält, kann auch dem menschen gehöhtes leben verleihen. der brauch knüpft sich, altrömischer sitte entsprechend, an neujahr und damit an weihnachten als jahresanfang.

Sonntag, der 26.Dezember 2004

Beim Walken im Offenbacher Stadtwald einen - an einen Baum angehefteten - Zettel gefunden.
"Welches dieser weihnachtlichen Lieder ist kein Weihnachtslied ?"

a. "O Tochter Zions"
b. "Es ist ein Ros entsprungen ..."
c. "Kling Glöckchen klingelingeling"
d. "Das ganze Leben ist ein Quiz".

Sonntag, der 3. Januar 2005

Da
im deutschen Netz kein vernünftiger Eintrag  vorhanden ist über das "Vergrössern der Registry"
( für den Webcrawler von Google : vergrössern, Registry, enlarge, größer, grösser machen )
hier der Tip für Windows 2000.
Rechtsklick auf Arbeitsplatz/Eigenschaften/Systemeigenschaften/erweitert/Systemleistungsoptionen/virtueller Arbeitsspeicher/ändern/Grösse der Registrierung ändern.
Wert eintragen. Bestätigen mit OK. System neu starten.

Montag, der 4. Januar 2005

Schöner Roman von Christopher Priest "Das Kabinett des Magiers" bei Bastei Lübbe ( 2000).
Vielschichtig angelegte Lebensgeschichte eines Magiers ( Illusionskünstlers ) der alten Schule a la Houdini. Von Priest ausgezeichnet recherchiert, schön und spannend umgesetzt. A good read für Leute die sich für den Bühnenzauber des beginnenden 20. Jahrhunderts begeistern.

Wenn ich einen Verlag hätte, würde ich Priests Roman im folgenden Umfeld platzieren:
1. The good companions ( dtsch. die guten Gefährten ), von J.B. Priestley
2. Ich - Rodolfo- Magier, von Otto F. Beer
3. English music, von Peter Ackroyd ( noch nicht übersetzt )
4. Miracle Mongers and their Methods, von Houdini ( m.W. noch nicht übersetzt )

Freitag, der 7. Januar 2005

Ich war der irrigen Meinung, dass Heinrich Kleist etwas über den Tsunami von Lissabon geschrieben hätte ( es war aber tatsächlich die Erzählung "Das Erdbeben von Chili" ), allein  es war Goethe in
"Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit".

    ... Durch ein außerordentliches Weltereignis wurde jedoch die Gemütsruhe des Knaben zum erstenmal im tiefsten erschüttert. Am ersten November 1755 ereignete sich das Erdbeben von Lissabon, und verbreitete über die in Frieden und Ruhe schon eingewohnte Welt einen ungeheuren Schrecken. Eine große prächtige Residenz, zugleich Handels- und Hafenstadt, wird ungewarnt von dem furchtbarsten Unglück betroffen. Die Erde bebt und schwankt, das Meer braust auf, die Schiffe schlagen zusammen, die Häuser stürzen ein, Kirchen und Türme darüber her, der königliche Palast zum Teil wird vom Meere verschlungen, die geborstene Erde scheint Flammen zu speien: denn überall meldet sich Rauch und Brand in den Ruinen. Sechzigtausend Menschen, einen Augenblick zuvor noch ruhig und behaglich, gehen mit einander zugrunde, und der Glücklichste darunter ist der zu nennen, dem keine Empfindung, keine Besinnung über das Unglück mehr gestattet ist. Die Flammen wüten fort, und mit ihnen wütet eine Schar sonst verborgner, oder durch dieses Ereignis in Freiheit gesetzter Verbrecher. Die unglücklichen Übriggebliebenen sind dem Raube, dem Morde, allen Mißhandlungen bloßgestellt; und so behauptet von allen Seiten die Natur ihre schrankenlose Willkür.
    Schneller als die Nachrichten hatten schon Andeutungen von diesem Vorfall sich durch große Landstrecken verbreitet; an vielen Orten waren schwächere Erschütterungen zu verspüren, an manchen Quellen, besonders den heilsamen, ein ungewöhnliches Innehalten zu bemerken gewesen: um desto größer war die Wirkung der Nachrichten selbst, welche erst im allgemeinen, dann aber mit schrecklichen Einzelheiten sich rasch verbreiteten. Hierauf ließen es die Gottesfürchtigen nicht an Betrachtungen, die Philosophen nicht an Trostgründen, an Strafpredigten die Geistlichkeit nicht fehlen. So vieles zusammen richtete die Aufmerksamkeit der Welt eine Zeitlang auf diesen Punkt, und die durch fremdes Unglück aufgeregten Gemüter wurden durch Sorgen für sich selbst und die Ihrigen um so mehr geängstigt, als über die weitverbreitete Wirkung dieser Explosion von allen Orten und Enden immer mehrere und umständlichere Nachrichten einliefen. Ja vielleicht hat der Dämon des Schreckens zu keiner Zeit so schnell und so mächtig seine Schauer über die Erde verbreitet.
  




       


 


 
 
 
   
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