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Felix
Arabia
Bühne,
die ein
Café am Rande eines arabischen Souk darstellt.
Spielpause. Der Schauspieler Allen sitzt auf einem
grüngestrichenen Faltstuhl an einem ebenso
grüngestrichenen
Tisch von dem schon ( Bühnenbild ) die Farbe abblättert.
Um ihn herum auf dem Boden
und auf einem dem Tisch liegen in ordentlich, unordentlichen (
Bühnenbild ) Stapeln
Bücher.
A. ist ein zorniger Leser. Buch für Buch wird an einer
markierten Stelle aufgeschlagen, um wütend auf den nachwachsenden
Bücherklumpen ( Bühnenbild ) am Boden gefeuert zu werden. A:
( höhnisch ) Das ist wirklich superbe ultrabeschissen. Die englische East India Company sitzt in Bombay, importiert über den malaiischen Archipel Tee aus China. Quadratkilometer aus Segeltuch werden in den Weltmeeren aufgespannt, um Mr. Pepys den Geschmack von Jauche zu vermitteln. Teeabsud vom Faß, mehrmals aufgebrüht. Mich wundert, daß er überlebt hat. Andererseits ... zeigt diese Notiz in grober Form, um was es überhaupt geht bei diesen Entdeckerfahrten. Das Abenteuer hat einen praktischen Zweck, nämlich schnell reich zu werden über das Glück in Narrenform, die Poesie der Substanz, einer kulinarische Reliquie aus einer schmutzigeren, aber leichteren Welt. B.
tritt auf. Er kaut
genießerisch an einem Thunfischsandwich,
dessen Brösel er betulich mit einer Papierserviette
auffängt.
Im Stück hat er die Rolle des pyknischen Spaßmachers
( nach
Art von Wallace Shawn ) der für die Lacher sorgt - der
Nachfeger, wie man im englischen Theater sagt. Bert genießt
das
clowneske Element seiner Auftritte, begreift aber nicht, daß
sein Charakter, den er - in welchem Stück auch immer -
verkörpert, zu einem Gutteil aus der Mischung
zwischen lachendem Mund und sorgenden
Dackelfalten besteht. B: ( kauend ) Ich
würde mir wünschen Allen, das du das einmal lassen
könntest. Man vermittelt die Atmosphäre des
Textes, indem man ihn völlig akzeptiert und nichts Neues
hinzufügt. Als Schauspieler sind wir reine Larven des
Textes. Wir sind keine besserwissenden Bücherwürmer,
sondern talentierte Marionetten, die sagen was vorgeschrieben ist. (
gibt seine
berühmt-berüchtigte Imitation des Donald
Duck Keckerns zu besten. Wer richtig googlen kann findet bestimmt den
MP3 File dafür) Musik und plötzlich belebt sich die Kulisse. Schmutzige Tuchfetzen geben Gesichter frei, Hände tauchen hinter Teppichen auf. Aus dem Theatersouk wird ein wirklicher Souk. Händler und Taschenspieler setzen ihr professionellstes Lächeln auf, heben Hitachi-Stereos in die Höhe, küssen in Silber gefaßte Gemmen, haben winzigste Moccatassen in der Hand, Jongleure jonglieren grüne Billardkugeln. Der Markt von Samarkand im Jahre 1021 nach Christus, oder um den Anschein des Kosmopolitischen auf penetrante Weise vorzuführen ( 1021, minus 622 dem Jahr der Hidjra, ) das Jahr 399 nach Islamischer Zeitrechnung. Zwei
Personen mit extravaganten Turbanen treten auf. Sie geben dem Bettler
je ein Lächeln und eine Silbermünze, kaufen einen
Ghettoblaster, trinken einen winzigen Schluck Kaffee mit dem
Silberhändler und applaudieren den Jongleuren. Ibn Sina : Wie leicht ist das Leben auf einem Bazar und wie leicht wird mir ums Herz, wenn ich Menschen um mich sehe, die fröhlich sind. Jeder trägt einen kleinen Schmerz spazieren - den nur Allah sieht - und dennoch ist das Glück sichtbarlich vorhanden. Wahrlich, das Glück ist eine seltsame Sache. So glaubten die Griechen, daß die wirklichen Ereignisse in der Welt nur dünn eingesäht werden, und daß der Gott des rechten, günstigen Zeitpunkts - Kairos - im Grunde nur ein anderer Name für den günstigen Zufall ist; ein Roß, das zügellos über Berge und Täler braust und seine Gaben willkürlich, ohne auf Rang und Würden zu achten, verteilt. Oft wirbeln die Hufe dieses feurigen Pferdes Wohlstand zusammen, selten immerwährende Gesundheit und noch seltener jenen Zustand der Seele, den man als Glück bezeichnen könnte. Ja,
dieses Bild gefällt
mir. Das Glück des Einzelnen besteht
aus dem Kehricht, den der Zoon Politicon, das politische
Gemeinwesen verächtlich beiseite läßt. Und
obgleich
wir über diese Erkenntnis verfügen, weben wir Bahnen
aus
Schweigen und Schatten in unseren Lebensteppich. Der
Begleiter Avicennas (
alias Ibn Sina ) , ein älterer Mann mit einem
mächtigen
Bart, hat sich diesen Monolog mit gedankenvoll gesenkten Kopf und
gefalteten
Händen angehört, doch
man bemerkt
an seinen gekräuselten Mundwinkeln, seinen blitzenden Augen,
daß er vom Geist des Widerspruchs besessen ist. Al
Biruni : Ihr nennt
also eure Vertreibungen, die euch von
Buchara nach Hwarizm, nach Gurgan, Rayy, Qazwin, Hamadan und
schließlich nach Isfahan führten, einen
individuellen
Zufall. Das ist nicht recht gedacht für einen Muslim.
Für
den wahren Gläubigen ist die Geschichte eine große
Karavane, die den Weg von Kahira nach Mecca unbeeindruckt von
Wegelagerern, Wellen und Wespen fortsetzt. Auf ihrem Zug macht sie
die Wüste zu Wasser, die Berge zu Ebenen, die Armen wohlhabend
und die Dörfer zu Städten. Ihr seht also,
daß wir uns
dank Allah auf einer Reise befinden. All dies wird
stattfinden auf einer gedachten Reiselinie die unser Leben ist. Avicenna
lacht und packt im
selben Augenblick einen Dieb am Ohr, der sich
soeben mit der Börse seines Begleiters davonmachen will. Ibn
Sina : Soviel zu
eurem Vertrauen an die große Karavane der Geschichte. Einen
Moment noch und ihr hättet euren
Lebensweg ohne einen Dirhan in der Tasche fortsetzen müssen. Der
Dieb : Ay ay ay ay ay ... mein
Ohr ! Ihr werdet es zerreißen. Ibn
Sina : Schweig ! Du wirst noch
viel mehr jammern, wenn dir
deine rechte Hand abgehauen wird. Denn Ohren, die nur dazu
taugen ins Gespräch versunkene Philosophen zu belauschen,
gehören abgerissen. ( versonnen lächelnd )
Ich denke mir, daß unser heutiges Menue aus saftigen
Wassermelonen und fritierten Diebesohren bestehen könnte. Al
Biruni : Laßt es gut
sein und erschreckt diesen Menschen
nicht länger, der mir den Eindruck eines Gebildeten macht. Der Dieb ( sinkt auf die Knie, nachdem sein Gesicht camäleongleich alle von Al Biruni aufgezählten Eigenschaften gezeigt hat ): Vergebung,
ihr Herren. All
dies bin ich und bin's auch nicht. Freundlich Gesinnte nennen mich El
Sarq, denn ich komme aus dem fernsten Osten - der Heimat der Winde.
Meine Feinde sprechen allerdings von mir als "el Gharb", weil alles
Schlechte aus dem Westen kommt. Ich bin überall gewesen und
bin im
Überall Alles
gewesen, war in so vielen und soundsovielen Völkerschaften,
daß ich nicht mehr unterscheiden kann was bei den Muslimen
recht und billig ist. Bin, wenns beliebt Entdecker aus Passion was die
menschlichen Leidenschaften betrifft und habe bei meinen Reisen eine
außerordentliche Anpassungsfähigkeit erworben. Bei diesen Worten, die die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer fesseln sollen, windet er geschickt seine Ohren aus Händen, die eher die Eselsohren von Büchern festzuhalten gewohnt sind, als Diebeslauscher und flieht, nicht ohne einen coolen Spruch zu hinterlassen. Sehen könnt ihr.
Aber nicht
halten. Ihr
Büchernarren. Al Biruni : ( als ob nichts passiert wäre ) ... demnach beginnt ihr eure Rede mit den kleinen Freuden des Lebens - die so klein nicht sein können, wenn ich euer Mienenspiel richtig deutete - und endet bei der Qual einer Existenz die nichts als Dunkelheit ist. Wenn ich euch nicht kennte, das strahlende Licht, welche eure Aristoteles-Kommentare verbreiten, würde ich meinen, hier redet einer irre. Avicenna
lächelt und
feilscht mit einem Melonenverkäufer.
Schneidet sich mit finsterer Miene ein Melonenstück ab.
Ißt
- und mit jedem Biß hellt sich seine Miene wieder
auf. Al Biruni : Sprecht doch, damit ich es verstehen kann. Kann so ein großer Unterschied zwischen den Worten und dem Menschen der sie ausspricht, bestehen. ( ... ) Ja, ich ahnte es fast ... So weit seid ihr gereist. Und doch ... immer noch so wenig eins mit euch selbst ? Avicenna
nun mit strahlender Miene, nickt und deutet mit einem angebissenen
Melonenstück auf Al Biruni. Ibn
Sina : Was redet
ihr da. Nie habe ich gesagt, daß die Metaphysik und mein
Gemüt, daß die Worte und das Geschwätz
Eines
wären. Dazu
müßte man Gott sein, oder
ein Heiliger oder zumindest ein Anachoret. Und diese drei
wären
weder glücklich noch unglücklich, sondern ruheten nur
in sich selbst. Avicenna
nimmt den neuerworbenden Radiorecorder und dreht ihn auf volle
Lautstärke. "Cake" mischt sich mit "Lucinda
Williams".
NeoRock mit
NeoCountryblues. Die
Szene erstarrt. Die Schauspieler A und B haben sich bislang in
respektvoller Distanz, will heißen in die Ecken der
Bühne,
zurückgezogen. Sie klatschen mit den Händen, stampfen
mit den
Füßen, um die gute Darbietung zu
honorieren.
Und mit
jedem
Klatschen werden die Hände der anderen Schauspieler
welker,
verschmelzen mit den
Teppichmustern der Bühne. Gesichter werden zu
Papiermache. Die lockende Geste des Silberschmieds wird zu
einem unauffindbaren Schatten im Gewirr der Requisiten. Nur eine
letzte grüne Billardkugel - eine von Sieben, die der
Jongleur
immerwährend in der Luft hielt - landet endlich, mit
einem Plopp ( ... ), auf dem Bühnenboden. B:(
engagiert ) Manchmal
frage ich mich Allan, warum du dich auf
die Bühne verirrt hast ? Ich meine ... nichts gefällt
dir.
Der packendste Text ruft nur ein müdes Grinsen in dir hervor.
Shakespeare war ein toller Bühnenmanager, der die
Gasrechnungen
des Ensembles promt bezahlte, aber seine Stücke
sind gequirrlte Scheiße. Shaw ist Mist. Osborne ein Angeber.
Stoppard ein Milchbart. Nimm mirs nicht übel, aber
das ist keine Einstellung für einen Schauspieler. Man
muß
an die Stücke glauben. Man muß mit jeder Faser
seines
Herzens am Text hängen als seis die Seeligkeit. Ich
würde
was drum geben deine Rolle zu spielen. Etwas über das
Schweigen
und die Schatten zu erzählen, die Ohnmacht der
Erfahrung. A: Schweig
er Sklave
und zapf er mir etwas von dem erfrischenden Trunk
ab, der sich in deiner Taschenflasche befindet. ( wirft sich in Pose
) ... denn, et tu in felix arabia ego. Auch Ich war in Arabien. Und was
ist
Arabien ? Nichts als ein Haufen Sand und das Dröhnen eines
gequälten Drillbohrers, ein Lautsprecher auf einem Minaret.
Nichts
als ein gähnendes Loch in dem die großen
Karavanen von Kahira nach Mokka, die wahnsinnigen Derwische und
gütigen Scheiche langsam verschwinden, die lebenden und toten
Augen der Wüste ... B: Moment
mal. Steht
das so im Manuskript ? Mein Gott Allan, du bist
ja ein Dichter. Merde oder Merda wie der Italiäner zu sagen
pflegt, dass ist ja endlich mal scheissaufregend in dieser langweiligen
Veranstaltung. A: ( ungehalten und
genauer
Erbsenzähler
) ... das
heißt hier nicht Trensen. B: (
schweigt verstockt ) Auftritt
von C, dem Regisseur des Stücks. Er betritt die Bühne
wie
eine hybride Mischung aus Chefarzt und General, gefolgt von
eifrigen Regieassistenten, die jedes seiner Worte auf gigantische
Notizblöcke notieren. C: Absatz B13. Streichen, streichen, auslöschen, eliminieren. Keine "Schattenlinien" auf meinem Schiff. Wir halten hier keine psychologischen Monologe a la Conrad sondern führen nur blitzsaubere Unterhaltung in diesem Etablisement. ( deutet auf einen der eifrigen Dramaturgen ) Und ich erwarte von ihnen, Heap, daß sie mir stattdessen etwas mit mehr Pep einfügen. Etwas Elegantes über die Last des Reichtums und streuen sie etwas mehr arabisches Konfetti über das Publikum. Und lesen sie die Reiseprospekte die ich ihnen gegeben habe verdammt noch mal endlich gründlich. Was bleue ich den Schauspielern schon seit Beginn der Proben ein ? Hinter der Wanderdüne, vor mir das erhabene Schauspiel einer Beduinenjagd mit Falken und Geparden ... ( er hebt dirigierend die Hände ) Der
Chor der Assistenten : ... steht
ein Whisky Soda schon bereit
und bereit auch ein Swimming Pool, darin kostbare Leiber zu
kühlen. C: Wir verstehen uns also. Absatz G 34 komplett streichen. Und bevor ichs vergesse M 1 bis M 340 ist neuzuformulieren. Diese endlosen Streitereien des Expeditionsteams haben aufzuhören. Ein bißchen mehr "sugar and spice" bitte ich mir aus. Ein bißchen mehr knallzarte Männerfreundschaft. ( er gibt vor die beiden Schauspieler erst jetzt zu bemerken ) Ja, wen haben wir denn
da.
Beide Forscher höchst daselbst. Mr.
Livingstone I presume und Mr. Stanley den rasenden Reporter.
Während andere sich während der Spielpause ein
rasches
Käsesandwich genehmigen oder ein schnelles Bier, dis-ku-tie-rt
die Blüte der Schauspielkunst das Fortkommen unserer kleinen,
armseeligen Veranstaltung. (
A
und B verneigen sich
ironisch und beginnen zu spielen ) A: ( gibt die Stichworte ) Wohl einen kalten Anweg hatten wir, war grad die schlimmste Zeit im Jahr für eine Reise, eine so lange Reise : Die Wege tief, das Wetter harsch, mitten im ärgsten Winter. B: ( rasch dazwischenfahrend ) ... Nicht zu vergessen die Kameltreiber die uns davonliefen oder warens Esel oder irgend etwas Anderes das uns davonlief und war es vielleicht nicht Winter, sondern Sommer. Ja, jetzt erinnere ich mich. Die Hitze sperrte uns in einen Kokon aus Schweiß und dumpfen Gedanken und der Sand verbrauchte unsere letzten Kräfte. Wir waren völlig angewiesen auf unsere Kamelführer, die uns mürrisch durch die Wüste schleppten, durch unsere Furcht, durch unsere Verlassenheit hindurch - eine Furche in den Dünen die kein Ende nahm. Niemals wieder habe ich mir so sehr gewünscht anzukommen, irgendwo anzukommen oder zurückgelassen zu werden - im Irgendwo zu bleiben und so endlich im Bleiben, im Tod da zu sein. A: ( trocken ) Aber
schließlich kamen wir doch an. Und es
dauerte keine Stunde bis wir wieder völlig auf dem Damm waren
und
die Nigger nach Lust und Laune herumscheuchten. Wissen sie was
? Ich glaube nicht an Erfahrungen, sondern an meine Erziehung.
Für
mich wird Barmherzigkeit immer das Gesicht unseres Landpfarrers tragen
und nicht das mit Kameldung verschmierte Gesicht eines Beduinen.
Menschen sind ja sooo unbelehrbar. Eine Fee könnte ihnen
drei Wünsche anbieten, das Glück auf dem Tablett.
Aber
gesetzt sie wäre ungeschminkt, und es gäbe da einen
dunklen
Fleck in ihrem Lebenslauf und sie trüge keine gängige
Dauerwelle ... A
& B ( unisono )
: Vom
Anfang und vom End der Welt - B: Es war einmal eine Expedition nach dem glücklichen Arabien, nach arabia felix oder "L'Arabie heureuse", wie man es in Frongreisch nennt, deren Teilnehmer wie die Fliegen hinwegstarben ... A: ( wendet sich an C
) Das
schreit
förmlich nach
Zensur. Man bricht als Mensch zu
einer
Expedition auf und verendet wie ein Insekt. Und dies gar im Plural, da
Gliedertiere wie Würmer
als Mehrzahl gedacht werden müssen. Einspruch euer Ehren ! B: ( Ungerührt ) Sie starben wie Menschen in zwei Tagen, wie der Dichter Kalim sagt. Ein Tag um sich ans Leben zu binden. Nur einer um sich vom Leben zu trennen. Und warum ? Einfach deshalb, weil sie das glückliche Arabien suchten und nicht das südliche. Denn das bedeutet der Name " Jemen ". Rechts vom heiligen Land, und rechts von heiligen Stein in der Kaaba, liegt seit urdenklichen Zeiten immer der Süden. A: ( nachdenklich ) Demnach
wäre der
Süden nicht der
Süden ? Es ist einfach eine Himmelsrichtung und nicht das
Paradies ? Glück wäre also auch dort nicht
zu finden -
außer
einer eindrucksvollen Sonnenbräune und einer
nachhaltigen Magenverstimmung. Seltsam ! B: Seltsam ist der Name für das Ausdenkliche, seltsam ist der Traum, und seltsamer die Schwestern des Traums - dornige Sträuche und Rosenblätter. Wunde und gleichermaßen - und wunderbarerweise - Balsam für den Schmerz. Wer alles hat, ist nicht ohne Schmerz, doch nur wer entbehrt - oh ihr Brüder und Schwestern - ist glücklich und unglücklich glücklich zugleich. A: Scheiß drauf. C: Gestrichen. Die Schauspieler streiten mit C. dem Intendanten, nennen ihn einen Esel und noch andere Tiere und Körperteile, während C. sie pedantisch über betriebswirtschaftliche Dinge aufklärt und danach unehrenhaft aus seinen Diensten entlässt. Aus ungeklärten Gründen kommt plötzlich Angela Merkel auf die Bühne. Mit völlig neuer Frisur. Das Publikum ist darob derart verstört, dass es den Vorhang verpasst, der sich seiner Aufgabe gemäß gewissenhaft senkt. Tumult ! Glücklicherweise ist gerade die Dark Wave Gruppe "Transparent Persuasions" im Publikum zugegen, die der Intendant händeringend um einen Auftritt ersucht. Der stattfindet. Das Publikum zerstreut sich anschliesslich - doch noch gerührt - in alle Ecken der Welt. Endgültiger Vorhang ENDE
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2004 by Kurt Wiessner • kurtwiessner@hiatus.de
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